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So funktioniert ein Augenlaser


Definition: Laser

Laser ist eine Abkürzung der Englischen Phrase „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“, was soviel bedeutet wie Lichtverstärkung durch Strahlungsemission. Vereinfacht ausgedrückt ist ein Augenlaser ein technisches Gerät das scharf gebündelte und intensive Lichtstrahlen erzeugt.

Die Entstehung eines Laserstrahls (speziell: Augen Laser)

Der Strahl eines Lasers entsteht in einer Laserröhre in der 2 Spiegel gegenüberliegend befestigt sind. Diese Röhre wird bei einem Excimer Laser mit einem Gasgemisch aus Halogenen (Fluor und Chlor) und Edelgasen (Argon, Krypton und Xenium) geflutet und durch Elektroden ein Spannungsfeld von ~300.000 Volt erzeugt. Das Gas wird durch diese Starkstromzufuhr in Spannung versetzt und entlädt sich durch die Abgabe von Licht. Das Licht wird durch die Spiegel gebündelt und als Laser nach Außen geleitet.
Das Gas wird wieder aufgeladen und der Vorgang wiederholt sich bis zu 600-mal in der Sekunde, dabei dauert der Lichtimpuls an sich nur eine Hundertmillionstel Sekunde 1/100000000 und trägt etwa Zweitausendstel Millimeter Gewebe ab. Durch das gleichmäßige und kurze Intervall der Lichtentladung ist der Laser ein sehr präzises Gerät. Dabei bestimmt man durch Wellenlängen wie tief ein Laser in das Gewebe dringen soll. Zur Veranschaulichung wie fein ein Laser arbeitet: Es sind ~150 Laserentladungen nötig um ein menschliches Haar zu durchtrennen.

Der Excimer Augenlaser

Für die weit verbreiteten Verfahren PRK (seit 1988 im Einsatz) und Lasik (seit 1991 im Einsatz) wird ein Excimer Augen Laser eingesetzt. Dagegen wird für Femto Lasik ein Infrarot-Laser namens Femtosekundenlaser eingesetzt um den Flap zu erzeugen, dann aber auch wieder auf einen Excimer Laser zurückgegriffen um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis) und EPILASIK (Epitheliale in situ Keratomileusis) sind eine Weiterentwicklung der PRK bei denen auch ein Excimer eingesetzt wird.

Wie oben beschrieben ist der Excimer ein Augenlaser der seinen Strahl aus Gas erzeugt. Seine Laserstrahlen liegen im ultravioletten Bereich und sind deshalb „kalt“, sowie unsichtbar für das menschliche Auge. Der Lichtstrahl berührt nur winzige Teile der Hornhaut, bei diesen Teilen werden die Molekülbindungen aufgesprengt und einige winzige Partikel fliegen weg. So korrigiert der Excimer Augen Laser die "Sehschwäche".

Bei der Augen OP steuert den Excimer Laser ein Computer der mit vorher genau abgemessenen Daten arbeitet um die Lichtstrahlen kontrolliert an die Stelle des Auges zu schicken die verändert werden soll. Dabei trägt der Excimer pro Impuls 1/2000 mm Hornhautgewebe ab, wobei der Kaltlaser so gut wie keine Wärme entwickelt und so die umliegenden Gewebestrukturen unbeschädigt bleiben.

Der Excimer verfügt über den Sicherungsmechanismus „Eye Tracking System“. Das bedeutet der Computer gleicht reflexartige Augenbewegungen der Patienten aus.

Diese Technik wurde vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft geprüft und wissenschaftlich anerkannt, also als sicher und zuverlässig eingestuft.
Hinweis:
Die hier angebotenen Informationen dürfen in keinem Fall als Ersatz für eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden.

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