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Formen der Laserbehandlung

Die verschiedenen Laserformen werden schon seit Jahrzehnten zur Behandlung unterschiedlicher Augendeformationen eingesetzt. Dabei können Ablösungen der Netzhaut vom Untergrund, Risse in der Netzhaut ebenso wie Fehlsichtigkeit durch eine Augen OP mit einem Laser korrigiert werden. Diese Seite legt Ihren Focus auf die Behandlung von Fehlsichtigkeit durch Augen lasern in vorm einer Laseroperation.

Allgemein zu Erfolg und Risiko von Laserbehandlungen

Die Lasertherapie wird in der Öffentlichkeit immer bekannter, kein Wunder bei ungefähr 45 Millionen Fehlsichtigen in Deutschland. Auf eine Methode die ambulant, schmerzfrei, in wenigen Minuten und mit hoher Erfolgsquote Fehlsichtigkeit beheben kann haben viele gewartet.

Anhand des Beispiels von nur gering Kurzsichtigen (-3 dpt bis -6 dpt) welche nach einer Laser Behandlung zu 90% keine Brille mehr tragen müssen kann man die Hohe Erfolgsquote belegen. Bei stark Kurzsichtigen sind es 80%.
Bei aller Euphorie muss man beachten, dass die Lasertechnik keine Garantie auf Heilung ist und dass das Augen lasern, wie jede Operation, Risiken in sich birgt. Vor allem sollte einem klar sein, dass die Augen OP die aktuelle Fehlsichtigkeit zu beheben versucht und nicht die eigentliche Ursache korrigiert, die sich evtl. weiter ausbreiten kann.

Erprobte Methoden bei der Augenlaserbehandlung

Zu den erprobten Methoden der Laserbehandlung gehört unter anderem die veraltete LTK (Laser Thermo Keratoplastik) zur Behandlung von Weitsichtigkeit.

Weiter zählen auch die Excimer-Laser Augen Operationen zu den sicheren und erprobten Formen der Laserbehandlung. Zu Ihnen gehören die Techniken der PRK (Photorefraktive Keratektomie), das Lasik Verfahren (Laser in situ Keratomileusis), Femto Lasik , LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis) und EPILASIK (Epitheliale in situ Keratomileusis).

Der Überblick – Welche Verfahren sollte man wann einsetzen:



LTK – Laser Thermo Keratoplastik

Bei dieser Methode wird die Weitsichtigkeit durch einen so genannten Holmuim Laser korrigiert. Hierbei wird die Oberfläche der Hornhaut ringförmig mit dem Laser erwärmt und somit einzelne Zellen gezielt beschädigt. Bei der Heilung dieser zerstörten Zellen bildet sich ein strafferes Narbengewebe welches die Hornhaut im Zentrum stärker krümmt. Dadurch kann Weitsichtigkeit behoben werden, weil die Brechkraft des Auges sich ändert. Zur Behandlung von Kurzsichtigkeit ist diese Methode ungeeignet.

Der Nachteil dieses Verfahrens im Vergleich zu den Moderneren Methoden PRK und Lasik bzw. den Weiterentwicklungen der PRK ist, dass die Krümmung der Hornhaut auf lange Sicht nur um ca. 1 Dioptrie beeinflusst werden kann. Die meisten Chirurgen, welche dieses Verfahren anwendeten, haben sich neu orientiert und sind auf die LASIK-Operation zur Beseitigung der leichten und mittleren Weitsichtigkeit bis 4dpt umgeschwenkt, da hier die Langzeitergebnisse eindeutig stabiler sind.

PRK - Photorefraktive Keratektomie

Die Photorefraktive Keratektomie ist seit 1988 im Einsatz. Auch diese Methode kann heute noch die Sinnvollste Entscheidung sein, wenn beispielsweise eine LASIK wegen zu geringer Hornhautdicke riskant ist oder bei oberflächlichen Hornhautnarben, da diese bei der PRK gleichzeitig mit verringert werden können.

Bei diesem Verfahren wird eine Hornhauttopografie angelegt und das Auge genau vermessen. Die Daten werden per Computer angelegt und ausgewertet. Nachdem alle Daten im Computer gespeichert sind trägt der Laser die Oberen Hornhautschichten ab und korrigiert so die Brechkraft des Auges – Man sieht wieder scharf.

Die DOG und die BVA haben die PRK zur Behandlung bei Kurzsichtigkeit bis zu -5 Dioptrie als wissenschaftliches Verfahren anerkannt. Bei Stabsichtigkeit gilt die PRK als wissenschaftliches Verfahren bei bis zu 3 Dioptrie. Zur Behandlung von Weitsichtigkeit ist dieses Verfahren umstritten.

Lasek (Laser Epithelial Keratomileusis) und EPILASIK (Epitheliale in situ Keratomileusis)

Lasek und EPILASIK sind Weiterentwicklungen der PRK. Hierbei wird im Gegensatz zur Lasik nicht ein tiefer Flap aus der Hornhaut geschnitten und dann darunter angefangen zu lasern, sondern nur eine sehr dünne Schicht namens Epithel. Das hat zu Folge, dass der Excimer Laser in Höheren Schichten der Hornhaut die Fehlsichtigkeit korrigiert. Diese Methode kann angewendet werden wenn Lasik durch zu eine zu dünne Hornhaut nicht angewendet werden darf. Mit Lasek oder EPILASIK lassen sich Kurzsichtigkeit bis -6 dpt, Weitsichtigkeit bis +3 dpt und Stabsichtigkeit bis 3 dpt behandeln.

Lasik - Laser In Situ Keratomileusis

Das Lasik Verfahren und seine Abwandlungen sind die modernsten Methoden zur Behandlung von Fehlsichtigkeit und wurde aus der PRK Weiterentwicklung erschaffen. Man kann damit sowohl Kurzsichtigkeit, als auch Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, also alle Formen der Fehlsichtigkeit behandeln. Lasik ist seit 1991 im Einsatz und benutzt einen Excimer Laser zur Korrektur der Fehlsichtigkeit.

Die größten Vorteile liegen klar auf der Hand: Man hat einen sehr großen Korrekturbereich, die Heilphase ist schmerzfrei, die Sehschärfe regeneriert sich sehr schnell und die Ergebnisse sind sehr stabil und gut prognostizierbar.

Die reine Lasereinwirkung dauert weniger als 60 Sekunden die Behandlung weniger als 15 Minuten.

Die Lasik Augenoperation ist von der BVA und der DOG für die Behandlung von Weitsichtigkeit bis zu +4 Dioptrie, die Behandlung von Kurzsichtigkeit von bis zu -12 Dioptrie und die Behandlung von Stabsichtigkeit (Hornhautverkrümmung) von bis zu 3 dpt wissenschaftlich anerkannt.

Hornhautringe (ICR oder Intacs) – Kein Laser

Hornhautring oder auch Intra Cornealer Ring (ICR) genannt können bei kleinere Kurzsichtigkeit bis zu -5 Dioptrie eingesetzt werden. Die ICR ist eine neuere Methode und benötigt keinen Laser. Trotzdem wollten wir diese Methode hier vorstellen. Dabei werden 2 Halbringe (Intacs) aus PMMA-Kunststoff in einer Tiefe von 2/3 der Hornhaut einoperiert die in Summe einen Ring ergeben. Die Hornhaut flacht sich durch die erhöhte Spannung in der Peripherie im Zentrum ab und korrigiert so die Brechkraft.

Vorteile sind, dass die Operation nur in der Peripherie der Hornhaut statt, wobei das optische Zentrum bleibt unversehrt bleibt. Weiter können die Ringe wieder entfernt werden, wodurch sich die alte Brechkraft wieder einstellt.

Nachteile sind zum einen, dass die Sichere Vorhersagbarkeit der Korrektur nur bis 3 dpt gelingt. Astigmatismus kann nur begrenzt korrigiert werden. Weiter kann der starre Fremdkörper bei Gewalteinwirkung auf das Auge die Hornhaut durchbohren. Außerdem sind im Vergleich zu den Laseroperationen relativ wenige Patienten mit diesem Verfahren behandelt worden. Langzeitergebnisse stehen also noch aus. Es handelt sich um ein experimentelles Verfahren im Stadium der klinischen Prüfung.

Kunstlinsen (CLE und ICL) – kein Laser

Kunstlinsen werden durch 2 Verfahren ins Auge eingebracht und finden vor allem bei stark Kurzsichtigen (ab -8 dpt) bzw. hochgradig weitsichtigen (ab +5 dpt) Patienten Anwendung.

Im Falle der CLE (Clear Lens Extraction) ersetzt die Kunstlinse die natürliche Linse. Im Falle der ICL (Intraoculare Contactlinse) wird eine Zusätzliche Linse vor oder hinter die Regenbogenhaut implantiert. ICL wird seit 1997 in Deutschland praktiziert.
Hinweis:
Die hier angebotenen Informationen dürfen in keinem Fall als Ersatz für eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden.

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