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Risiken und Chancen bei der Augenoperation

Generell bringt eine Operation am menschlichen Körper immer Risiken mit sich. Selbst nach Jahrzehnte langer Praxiserfahrung ist keine Operation zu 100% sicher. Dies trifft auch auf die Operationsmethoden mit einem Laser am Auge zu. Bevor Sie sich für eine Laserbehandlung am Auge entscheiden sollten Sie sich deshalb aller Risiken im Klaren sein.

Die modernen und heute verwendeten Methoden werden so entwickelt, dass die Risiken minimiert werden. So geschieht es äußerst selten das Komplikationen auftreten. Pauschal liegt das Risiko von Komplikationen bei einer Lasik oder PRK unter 0,8%. Das individuelle Risiko, das von Patient zu Patient unterschiedlich ist, wird Ihnen bei der Voruntersuchung mitgeteilt.

Fehler die vor der Operation auftreten können

Die falsche Bestimmung der Brechkraft vor der Augen OP ist eine selten auftretende Komplikation. Ein Grund dafür ist, dass der Patient seine Kontaktlinsen zu lange von der Untersuchung getragen hat und somit die Messergebnisse verfälscht werden.
Patienten dürfen harte Kontaktlinsen bis 4 Wochen und weiche Kontaktlinsen bis 8 Wochen vor der Untersuchung nicht mehr tragen. Der Arzt kann Hornhautabnormalitäten die gegen eine Laserbehandlung sprechen übersehen. Zum Beispiel Hornhautentzündungen Hornhaut Kegelbildungen.

Risiken während der Augenoperation


Probleme mit dem Flap

Die dünne Lamelle des Hornhautgewebes (Flap), welche vor der eigentlichen Behandlung mit dem Excimer Laser bei Lasik vom Auge abgehobelt wird ist eine weitere Quelle für Komplikationen. Üblicherweise wird dieser Flap bis auf einen kleinen Rest vom Auge abgehobelt und kann dadurch wieder genau zurück geklappt werden. In sehr seltenen Fällen kann dieser Flap ganz abgetrennt oder beschädigt werden oder Falten werfen. Die Probleme beim Flap lassen sich jedoch leicht während der Operation beheben. Beim Falten werfen kann der Flap angehoben und geglättet werden, beim abreisen kann er wieder angebracht werden.

Die Dezentrierung

In seltenen Fällen kommt es zu einer Dezentrierung. Hierbei wird die eigentlich für die Laserbehandlung vorgesehene Pupillenmitte gelasert sondern ein seitlich verschobener Bereich der Pupille. Dadurch kommt es zu einer in der Achse falsch gekrümmten Hornhaut und erhöhter Blendempfindlichkeit sowie Doppelbildern. Das Problem kann durch Nachbehandlung korrigiert werden ist aber nicht einfach zu beheben.

Die Hornhautwölbung

Die Hornhautdicke entspricht im Normalfall 1 mm am Rand und 0,5 mm in der Mitte. Wenn zuviel Gewebe der Hornhaut durch den Laser abgetragen wird kann es durch den Augeninnendruck vorkommen, dass die Hornhaut sich nach außen wölbt. Deshalb wird in den Voruntersuchungen großen Wert auf die Messungen des Augeninnendrucks und die Hornhautdicke gelegt. Die Hornhautwölbung ist ein sehr selten vorkommendes Problem.

Ein Unregelmäßiger Augenabtrag

War früher ein Problem ist heute keins mehr. Durch unregelmäßige und reflexartige Augen bzw. Kopfbewegungen konnte es früher vorkommen, dass die Hornhaut nicht gleichmäßig abgetragen wurde. Heute ist das sogenannte Eye-Tracking im Einsatz welches bei solchen Bewegungen den Laser korrigiert bzw. ausschaltet.

Komplikationen nach der Augen Operation

Der Heilungsverlauf des Auges braucht seine Zeit. Damit sind einige Monate gemeint. Auch wenn der Patient den Eindruck hat, dass sein Auge schon längst verheilt zu sein scheint ist es deshalb wichtig den Anweisungen des Augenarztes immer noch Folge zu leisten.

Das Problem einer Infektion

Von besonderer Bedeutung ist es nach der Operation Sauberkeit einzuhalten, um eine Infektion am Auge zu vermeiden. Sie sollten zum einen immer daran denken, dass Ihre Hände gewaschen sind, bevor Sie sich die Augentropfen verabreichen. Auch wenn Sie evtl. kein Freund von Antibiotika sind sollten Sie in diesem Fall darauf achten, dass Sie die vorgeschriebene Dosis einnehmen. Eine Infektion durch die offene Wunde am Auge nach der OP kann im Extremfall zu starker Narbenbildung im Hornhautgewebe führen.

Verschiebung des Flaps

Achten Sie darauf, dass Sie es vermeiden die erste Woche nach der Operation die Augen zu reiben. Die Augen werden evtl. jucken, jedoch kann das Reiben des Auges dazu führen, dass der Flap sich verschiebt. Verschiebungen des Flaps können nachträglich operativ korrigiert werden.

Vernarbung der Hornhaut

Narben können auf der Hornhaut durch Infektion entstehen, aber auch, wenn der Patient zu langsamerer Wundheilung und Vernarbung neigt ohne das etwas vor, während oder nach der Operation fehlgeschlagen wäre. Das geschieht äußerst selten. Narben machen Blendempfindlicher, benachteiligen die Sehschärfe und das Kontrastsehen. Auch hornhautnarben lassen sich mittlerweile operativ Behandeln.

Eintrüben der Hornhaut

Die temporäre Eintrübung der Hornhaut kann ab und zu vorkommen. Dabei nimmt die Lichtempfindlichkeit zu und man sieht evtl. im Dunkeln Lichtringe um Lampen. Die meisten Patienten bemerken die vorrübergehende Eintrübung nicht, wenn Sie bemerkt wird hilft eine Sonnenbrille die bei zum Beispiel bei www.edel-optics.de günstig gekauft werden kann und Abhilfe schafft. In seltenen Fällen kommt es zu einer bleibenden Eintrübung, die auch operativ behoben werden kann.

Halos und Lichtempfindlichkeit

Bei einigen Patienten treten nach eine Lasik oder PRK Behandlung Halos (Doppelkonturen, Lichthöfe um Lampen) und eine höhere Lichtempfindlichkeit auf. Dies kann einmal Heilungsbedingt sein, durch Narben auf der Hornhaut verursacht werden oder durch eine Zonenbedingte Korrektur hervorgerufen werden. Bei dem Augen lasern wird ein Bereich von 5 bis 6 mm des Augen korrigiert. Bei kleineren Feldern kann es vorkommen, dass man tagsüber nur durch den korrigierten Bereich sieht (da die Pupille durch das Licht eng verkleiner ist) in der Dämmerung sich die Pupille ausweitet und man durch den korrigierten und den nicht korrigierten Bereich der Hornhaut sieht. Dadurch Halos und stärkere Blendeffekte.

Probleme mit dem Augeninnendruck

In seltenen Fällen kommt es zu einem medikamentös bedingten Anstieg des Augeninnendrucks. Diese Erhöhung des Drucks korrigiert sich von alleine wieder. Es entsteht durch die Verwendung von kortisonhaltigen Augentropfen, welche die Wundheilung beschleunigen und verbessert. Kortison sorgt dafür, dass die Wunde korrekt verheilt und sich nicht die alte Fehlsichtigkeit wieder einstellt. Da manche Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck auf Kortison reagieren und das zu Problemen führen kann, sollten Sie immer Kontrollgänge zum Augenarzt machen.

Überkorrektur und Unterkorrektur

Die wohl am häufigsten auftretenden Fehler sind Über- und Unterkorrektur der Brechkraft (10-20% Abweichung vom gewünschten Wert). Dies kann durch eine Nachoperation korrigiert werden. Ein Grund dafür: Da der menschliche Körper die Korrektur der Brechkraft wieder zu einem gewissen Teil zur alten Fehlsichtigkeit hin ausgleicht (Regression genannt), muss der Arzt bei manchen Behandlungen überkorrigieren um im Endergebnis eine optimale Sehschärfe zu erhalten. Dies birgt das Risiko, dass die Regression nicht so verläuft wie Sie geschätzt wurde und die Brechkraft im Endergebnis Über- oder Unterkorrigiert ist. Aus einem stark Kurzsichtigen Menschen kann somit ein schwach Weitsichtiger oder schwach Kurzsichtiger Mensch werden, der evtl. noch eine Brille benötigt. In diesen Fällen kann man eine Nachkorrektur vornehmen um evtl. keine Brille mehr zu benötigen.

Trockenes Auge

In den ersten Tagen nach einer Lasik Behandlung ist die Sensibilität des Auges eingeschränkt. Somit kann es dazu kommen, dass das Auge zu wenig Tränenflüssigkeit produziert. Dies fühlt sich wie ein Fremdkörper im Auge an. Keine Sorge, dafür gibt es sogenannte Künstliche Tränenflüssigkeit, welche Sie von Ihrem behandelnden Arzt zur Verfügung bestellt bekommen.
Hinweis:
Die hier angebotenen Informationen dürfen in keinem Fall als Ersatz für eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden.

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